Güldengossa, 1285 erstmals urkundlich erwahnt, war über rund 400 Jahre Rittergut. 1720 erbaute Johann Ernst Kregel von Sternbach hier ein imposantes Herrenhaus im Spätbarockstil. In der Folgezeit verkehrte auch der Großmeister der Barockmusik, Johann Sebastian Bach, auf Schloss Güldengossa, da der Schlossherr Patenonkel von dessen Sohn Ernst Andreas Bach war. Während der Völkerschlacht um Leipzig 1813 rückte Güldengossa für kurze Zeit in den Fokus europäischer Machtpolitik, das Schloss diente in dieser Zeit als Lazarett.

Nach 1945 ging Schloss Güldengossa in "Volksbesitz" über und diente in den 1950er, -60er und 70er-Jahren als Erholungsheim, Gewerkschaftsschule und Lehrlingswohnheim. Mit dem Erwerb des Anwesens durch die Familie Geiger 2006 und der aufwändigen, historisch-detailgenauen Restaurierung von Schloss und Schlosspark ist ein wahres Barockjuwel im Leipziger Neuseenland wiedererstanden.

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